EMS (elektrische Muskelstimulation) ist eine Trainingsmethode, bei der die Muskulatur über externe elektrische Impulse aktiviert wird. Diese Impulse werden über Elektroden auf die Haut übertragen und lösen über das periphere Nervensystem eine Muskelkontraktion aus. Im Unterschied zum konventionellen Training wird der Reiz nicht primär vom Gehirn initiiert, sondern von außen gesetzt – die physiologische Reaktion des Muskels bleibt jedoch dieselbe.
Ursprünglich stammt EMS aus der Physiotherapie, wo es zur Muskelaktivierung und Rehabilitation eingesetzt wird. Im Trainingsbereich kommen in der Regel Frequenzen zwischen 20 und 100 Hertz zum Einsatz, abhängig von Zielsetzung und Trainingszustand.
Im EMS-Personaltraining werden funktionelle Bewegungen mit der gleichzeitigen Aktivierung von Agonisten, Antagonisten und der Tiefenmuskulatur kombiniert. Dadurch wird eine hohe Muskelfaserrekrutierung erreicht und ein gelenkschonendes, zeiteffizientes Ganzkörpertraining ermöglicht. Bei fachgerechter Anwendung kann EMS zudem dazu beitragen, muskulären Dysbalancen vorzubeugen.