Tour nach Hitzacker: Heinz Delau, Wolfgang Jeske, Jens Thies, Günter Krapp, Mathias Mick, Klaus Decker, Peter Thiemann, Kurt Heinrich

Auch in diesem Jahr starteten die Senioren des Endurance-Teams der Radsparte wieder mit ihrer mehrtägigen „Anrolltour“ in die Saison. Ziel war diesmal das malerische Hitzacker in den Elbtalauen. Als sogenanntes Basislager für die zwei Übernachtungen vom 20.05-22.05.22 wurde das Hotel „Zur Linde“ im Vorfeld ausgewählt.

Ursprünglich mit insgesamt neun Teilnehmern geplant, musste kurzfristig leider Eckhard Grebien aus gesundheitlichen Gründen die Tour absagen. Heinz Delau hatte sich bereit erklärt, den Gepäcktransport per Pkw zum Zielort zu übernehmen.

So ging es am Freitag den 20.05.22 morgens um 09:00 Uhr in Fallersleben mit den sieben verbliebenen Rennradfahrern in Richtung Norden. Das Wetter war angenehm, und die Strecke zog sich über Bokensdorf – Tülau – Radenbeck – Mehmke – Bergen, bis zur Mittagspause nach Clenze. Hier stieß Heinz dann ebenfalls mit dem Rennrad zur Gruppe, nachdem er das Gepäck samt seinem Kfz am Hotel platziert hatte. Gegen 15:00 Uhr war mit ca. 120 Km auf dem Tacho in Hitzacker das 1. Etappenziel erreicht. Zwei Teilnehmer rundeten die Tagestour dann noch durch eine Extraschleife auf 150 Km auf.

Für den Samstag stand eine große Runde durch das Wendland, mit einem Abstecher bis nach Mecklenburg-Vorpommern auf dem Plan. Die ersten 30 Km bis nach Bleckede erwiesen sich als wesentlich hügeliger, als ursprünglich zu vermuten gewesen wäre. Steigungen um die 7 % und kürzere Rampen bis zu 13 % wechselten sich auf diesem Abschnitt ab. In Anbetracht der Tatsache, dass hier eine Truppe mit einem Durchschnittsalter von 70 Jahren unterwegs war (der älteste 81Jahre), ist es eine durchaus respektable Leistung.

Das Wetter bot den gesamten Tag die volle Bandbreite, welche man eigentlich im April erwartet. Von ergiebigen Regenschauern bis zu heftigen Böen (6 – 7) war alles dabei. So musste dann auch der eigentliche Plan bis zum Schaalsee zu gelangen, verworfen werden. 

In Bleckede wurde die Elbseite per Fähre gewechselt, um dann eine Schleife über Besitz – Kuhlenfeld – Camin – Wolfskuhl – bis nach Neuhaus zu drehen. Dort kurzer Boxenstopp bei Kaffee und frischen Waffeln, anschliessend zurück zur Elbfähre nach Hitzacker. Leider verpasste die Gruppe die dort letzte Übersetzung auf das Westufer um satte 1 1/2 Stunden. 40 Km Umweg bis zur nächsten Möglichkeit der Überquerung wollte sich um bereits 19:30 Uhr niemand mehr aufbürden. Viele Überredungskünste liessen letztendlich den Elbfährbetreiber H. Janke doch noch erweichen, um die Radtruppe bei stürmischer „See“ überzusetzen. Am Ende des Tages standen auch hier immerhin 136 Km auf dem Tacho.

Die Rückreise am Sonntag musste kurzerhand auf Grund teilweise untauglicher Strassenverhältnisse für Rennräder umgeplant werden. Über Bodenteich – Wittingen – Knesebeck ging es letztendlich nach Stüde. Hier teilte sich das Team auf, um die Heimatziele Gifhorn, Tiddische und Fallersleben getrennt anzusteuern.

Am Ende hatte jeder Teilnehmer nach diesen drei Tagen gute 400 Km bei 1.700 Hm auf der Anzeige. Die Durchschnittsgeschwindigkeit der gesamten Tour betrug knapp über 25 Km/h, wobei die Geschwindigkeit nicht das Ziel dieser Mehrtagestouren sein sollte. Vielmehr ist es erstrebenswert, diese traditionelle Art der Saisoneröffnung aufrecht zu erhalten.

Ein besonderer Dank gilt Peter Thiemann für die abermals perfekte Organisation und Ausarbeitung dieser Tour, sowie auch Heinz Delau, für die Übernahme des Gebäcktransportes nach Hitzacker und zurück.